Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

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11 Vernal nach wieder fast nach San Francisco

by Rainer 13. June 2012 03:57

Nun geht es also weiter, wieder Richtung Westen bis zum Pazifik, gewissermassen ein zweiter Versuch, in der Hoffnung, dass sich das Wetter gebessert hat. Der Weg führte über ein Stück Wyoming, dann vorbei an Salt Lake City über die Autobahn wieder nach Nevada, Reno wird gezwungenermassen links liegen gelassen (keine Zeltstellplätze in der Stadt, wir Zelter erscheinen wohl zu arm, um potentielle Spieler zu sein) und dann wieder nach Norden in das sehenswerte Gebiet um den Mount Lassen, dann wieder fast bis San Francisco runter, um ja nichts von der Küstenstrasse zu verpassen, was für eine Fehleinschätzung. Aber erst mal ein paar Impressionen vom Wege.

Da hinten, das ist ein Zug, kann man aber nicht ganz aufs Foto kriegen, weil kilometerlang. Fuhr eine ganze Zeit neben mir her, wir haben das gleiche Tempo, 80 km/h.

Es wurde dann immer waldreicher, und die Strecken eindrucksvoll.

In einem kleinen Ort wurde ein Oldtimertreffen abgehalten, schicke Fahrzeuge, typisches Sonntagsvergnügen der Amis. Hier ein Auszug dessen, was da so alles rumstand.

Das war mal eine interessante Abwechslung, warum die da alle mit ihren Autos sitzen, hat sich mir nicht wirklich erschlossen, Besucher waren praktisch keine da, aber es war ja auch noch am Sonntagvormittag. Dann wieder schöne Strecken. Kurz danach war ich in Wyoming, da gabs viele Pferde, aber sonst nicht viel Interessantes, spasseshalber habe ich mal an einem der vielen Wegmarker angehalten. Es handelt sich dabei um ein jährliches Treffen der Pelzhändler mit denen, die anderes anzubieten hatten, ich verzichte jetzt mal auf eine Übersetzung. Ich habe noch gar nicht soviele Trucks gezeigt, also hier mal einer der Tankstellenkette Maverik, die meine bevorzugte ist, weil innen irre gestylt und günstige Preise und jede Menge Kaffee. Ich kenne inzwischen alle Arten von Tankstellen, meistens tanke ich gar nicht, sondern trinke nur einen Kaffee oder esse ein Burrito. Leider konnte ich von Salt Lake City keine Fotos machen, weil ich im Highwaygeschlängel und Verkehr keine Möglichkeit hatte, die folgenden Fotos sind im Anschluss daran an der Autobahn nach Westen entstanden. Dann in Bonneville angekommen, wo die Geschwindigkeitsweltrekorde für Landfahrzeuge aufgestellt werden, leider war keine Veranstaltung geplant, finden erst im September statt, vermutlich hat da das Salz die richtige Konsistenz, kanns mir ja noch überlegen, ob ich da nochmal hinfahre. Hier sieht man die ganze Verlassenheit und Hitze, über 35 Grad. Und das bin wieder ich, wie immer auch bei grosser Hitze in vollem outfit. Hier etwas näher dran und man sieht, dass das doch eher uneben aussieht, aber so viel Salz!

Jetzt noch zwei Bilder von Wendover, das ist die Grenze nach Utah nach Nevada, und die Casinos stehen bis an die Staatsgrenze von Utah. Und das hier war das mieseste Camp (für 10 Dollar), in dem ich bisher war, aber man ist ja froh, mal etwas weniger auszugeben. Dort musste ich mich mit einem Campingstuhl behelfen, und internet gabs natürlich auch nicht. Weiter gings dann nach Susanville, und es wurde regnerisch und kalt.

Drohende Wolken, und es hat auch tatsächlich nachts geregnet, meinem Zelt hats nicht geschadet, und meine Ente hatte wieder diesen glücklichen Gesichtsausdruck.

In der zweiten Nacht fiel dann das Thermometer auf 0 Grad, und das weiße auf der Packtasche ist nicht etwa Dreck, sondern Rauhreif. Dann wurde es aber wieder besser, und ich konnte die Tour zum Mount Lassen in Angriff nehmen, der ein noch aktiver Vulkan ist. Hier ein paar Impressionen. Von dieser Stelle sah man auch den ungefähr gleichhohen Mount Shasta, ein seltsames Bild, zwei schneebedeckte Berge im ansonsten grünen Land. Falls sich jemand wundert, dass die Bäume so verbrannt sind, es hat hier in den vergangenen Jahren viel und heftig gebrannt, ganze Landstriche erkennt man nicht wieder. Mag auch damit zusammenhängen, dass durch Blitzschlag verursachte Brände ohne Auswirkungen auf menschliche Ansiedlungen weniger bekämpft werden als früher. Und hier noch eins meiner beliebten Highwayfotos, wenn man nur alle machen könnte, die man beim Fahren so als aufregend erlebt, weil merken kann man sich das auch alles nicht. Mitten im Nirgendwo versucht hier jemand, ein Auto zu verkaufen.

Und diese Dame (hab ich bei McDonalds gesehen) kann scheinbar nicht auf den Schoßhund verzichten, Gefängnis oder Aussichtswagen, wohl Ansichtssache. Die Frau war so stark tätowiert und gepierct, dass ich auf eine Kontaktaufnahme verzichtet habe, aber es gibt schon Typen hier.

Über die Hundewelt hier könnte ich einen eigenen post schreiben. Jeder hat einen, und wie in Amerika üblich, gibt es viele Verhaltensregeln. An jeder Tankstelle oder Raststelle gibt es ausgewiesene Hundeentleerungsstellen, machmal abgezäunt, immer mit dem Hinweis, die Hinterlassenschaften zu beseitigen. Hier soll man das Gras verschonen und die Palme (?) benutzen. Verstehs wer will.

Und hier wollte ich auf die Schnelle ein Wandgemälde fotografieren, ist aber nur ein ordentliches Foto vom Kupplungshebel geworden. Und nun noch ein paar Impressionen von der Fahrt ans Meer, mit Eseln.

Dann endlich am Meer angekommen, hieß mich kalter Wind willkommen, es hatte sich noch nicht viel geändert. Da waren nette Läden für einen Becher Kaffee immer willkommen. Und da war es, das Meer, sieht so schön aus, ist aber so kalt und unfreundlich. Und zum Abschluss ein Bild vom Campingplatz, wo mich die Amis mit größeren Familienverbünden eingekesselt haben. Das wars erstmal für heute, über die Küste kommt noch etwas mehr, im Moment bin ich froh, dass es landeinwärts, wohin ich geflüchtet bin, schön warm und trocken ist, werde erst mal ein paar Tage ausspannen. Bis dann

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Rainer | USA 2012

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Rainer

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Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
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