Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

Tag cloud


current distance: 8817km

27 Beer Donation by Jan, Ulli, Albert H.

by Rainer 1. September 2012 04:00

Jetzt komme ich ja so langsam zum Ende meiner Reise, und es gilt, Bierspenden entsprechend zu beantworten. Irgendwie ist ja bei mir die Luft raus, und ich war mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich noch eine interessante Geschichte erzählen kann, aber es ist mir was eingefallen. Texas hat ja eine deutsche Gemeinde, und da lag es nahe, einen Ort aufzusuchen, wo man die deutschen Spuren noch findet. Keine Sorge, keine Friedhöfe mit deutschen Namen, aber eine Stadt namens Fredericksburg, die das deutsche vermarktet, und ich finde es schön. Aber eins nach dem andern. Erstmal eine kleine Kollektion von lustigen deutschen Elementen.

Und dann noch diese Speisekarte. Besonders gut gefällt mir das Jägerschnitzel Schnitzel, damit es auch jeder versteht. Noch ein paar Eindrücke aus dem Ort, der ein paar hübsche Häuser hat, und auch etliche Kirchen, die sonst nicht so an der Hauptstrasse stehen. Dann hat mich ein Schild angelacht, und ich dachte, dass das ein geeigneter Ort wäre, die Bierspende wegzusaufen. Ich war ja zu Fuss unterwegs. Ausserdem konnte man hier nicht nur an einer Stelle draussen sitzen, damit haben es die Amis ja nicht so, leider. Näher ran. Alle Bundesländer vertreten, auch Bayern, wie man sieht.

Später habe ich dann den netten Bedienungen erklärt, was mit ihnen passieren würde, wenn sie in Bayern ein "Wait to be seated" Schild aufstellen würden. Und hier also der Bierspendenverbrauchsnachweis, aber es geht noch weiter, weil ich habe nur 2 Spaten Oktoberfestbier hier getrunken, da war ja noch was übrig. Noch ein paar Eindrücke aus dem Biergarten, wirklich sehr gemütlich.

Und zur Abwechslung von diesm Köterland mal eine, wenn auch nur einäugige, Katze oder Kater.

Nach dem Biergarten hielt mich die hübsche Malerei an einer anderen Kneipe auf, und da bin ich dann auch eingekehrt.

Hab einen schönen Platz am grossen Fenster gefunden und zwei Spaten Hell getrunken, lecker, richtig lecker, und ich war auch ganz schön angeheitert, weil ich ja nur die dünne US Brühe gewohnt war.

Dann war es auch schon Nacht geworden.

Und zu guter letzt noch einen Rundumfilmversuch, ich war wirklich blau.

 

Das wars für diese Bierspende, die ich zum erstenmal auch fast versoffen habe, für eine gebackene Kartoffel im Biergarten hats auch noch gereicht. Also nochmal herzlichen Dank an Jan, Ulli und Albert für dieses schöne Erlebnis.

30.279, -98.871

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Rainer | USA 2012

26 Beer Donation by Helmut H.

by Rainer 27. August 2012 03:48

Auch Helmut hat eine Bierspende locker gemacht, dabei braucht er doch das Geld, um seinen neuen Smart am laufen zu halten. Eigentlich könnte man ein besonders schönes Stück Highway filmen, aber das macht ihn vielleicht eher nachdenklich, also eine schlichte Geschichte von der Route 66, die ich ja gewissermassen in Gegenrichtung nochmal durchfahren habe. Der Highway 66 nach Mathils Bierspendenbericht war so schlecht, dass mir mein Kennzeichen abgefallen ist, habe ich aber erst in Laughlin, NV, bemerkt. Suchen zwecklos, also betrachten wir es mal so: Ich hab diesmal kein Andenken an die Route 66, aber dieselbe hat eins an mich. Irgendwo an der Strasse liegt es, ein schönes Gefühl. Ein neues Kennzeichen hab ich auch schon

Aber erstmal wieder auf den Highway, diesmal von Westen kommend über Oatman nach Seligman.

Oatman ist ja bekannt für seine Esel, die hier überall den Verkehr aufhalten. Ob der liegende schon das zeitliche gesegnet hat, weiss ich nicht. Ansonsten der übliche Route 66 Ramsch.

Aber hinter Oatman nochmal ein Pass mit schöner Aussicht.

Und das ist mal eine sehr alte Tankstelle, ältere sind wohl nur auf Bildern zu sehen.

 

 

Die Route 66 hat natürlich auch Geschichten, eine davon handelt von einem Rasierschaumhersteller, der Schilder zur Verkehrserziehung aufgestellt hat, überall an der Strass.

 

If You Don't Know

Whose Signs These Are You Haven't Driven Very Far. Burma Shave

Übersetzt heisst das: Wenn du nicht weisst, wessen Schilder das sind, kannst du noch nicht weit gefahren sein. Diese Weisheiten standen früher überall, jetzt nur noch ein paar als Andenken. Nett fand ich auch: 30 Days- has September.April, June-and speed offender. Scheinbar wure man früher für Geschwindigkeitsübertretungen mit 30 Tagen Haft bestraft.

Seligman empfing mich diesmal mit mehr parkenden Autos und demselben Müll.

Trotzdem habe ich zu Helmuts Ehren ein Video mit der Anfahrt zum Bierspendennachweis gedreht. Und hier das Foto: Wie alles hier ist auch das Photo ein bisschen getürkt, weil die 0.0 Promillegrenze gilt und ich schon bei Mathils Bierspende illegal weitergefahren bin, also das abgebildete Bier ist ein root bier, das ich mir nur ausgeliehen habe. Trinken kann man das nicht, schmeckt wie eine Mischung aus Kaugummi und Lakritze. Aber am Abend habe ich das echte dann nachgeholt, also nochmal vielen Dank an Helmut.

35.331, -112.876

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Rainer | USA 2012

25 Noch eine grosse Runde durch den Südwesten

by Rainer 27. August 2012 00:57

Nach Sturgis und Colorado hatte ich ja noch sehr viel Zeit und deshalb wollte ich nochmal einige besondere Plätze im Südwesten aufsuchen. Arizona empfing mich so:

Ich war wieder zu Hause. Und die aufgelassenen Gebäude, in diesem Fall ein indianisches Visitor Center, begrüßten mich ebenfalls.

An diesen Felsen, die es nicht nur im Monument Valley gibt, kann ich mich nicht sattsehen.

Dann wollte ich weiter zum 4 Corners, der einzigen Stelle in den USA, an der 4 Staaten aneinandergrenzen.

Hier bin ich bereits umgekehrt. 3 Dollar für einen Punkt auf der Landkarte und Shop und Cafe besuchen dürfen, das erregte bei mir wieder Skywalkgefühle, nein, muss ich nicht haben. Für 3 Dollar kriegt man ein Bier.

Dann lieber wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung, an einsamen Tankstellen Kaffee trinken. Und sich kostenlose Attraktionen am Wegesrand anschauen, hier zum Beispiel ein Felsen bei Mexican Hat, man kann sich denken, warum der so heisst.

Was nicht passt, wird passend gemacht, immer schöne Strassen.

Auch diese Stelle ist irgendwo, nirgends als besonders sehenswert verzeichnet.

Zu diesem Bild wieder eine kleine Geschichte. Getroffen am McDonalds in Page. Jerry fährt auch eine Shadow, und begründet es damit, dass sie gut handhabbar ist und dass er mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen kann. Jerry kommt aus Salt Lake City, ist 79 (!) Jahre alt und fährt 3 Wochen durch den Südwesten. Zitat:" Wenn ich noch mal Lust auf eine Reise bekomme, fahre ich nach Alaska". Manche Leute nötigen einem Bewunderung ab.

Dann gings zum Grand Canyon, Nordseite, die ich noch nicht kannte und die bei meiner ersten Vorbeifahrt noch wegen Schnees geschlossen war. Haha. Dann wurde es dunkel und Regen und schliesslich Hagel machte ein Weiterfahren nahezu unmöglich. Oben schien dann wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen.

Ein paar Eindrücke der Nordseite. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Südseite, aber viel weniger besucht, einfach gemütlicher.

Und jetzt noch ein Panorama Später dann diese Landschaften.

Zur Erholung mal wieder ein Blümchen.

Weiter gings nach Nevada auf den Extraterrestrial Highway, bestimmt einer der schönsten.

So was von einsam und alleine.

Diese Strecke war 310 km ohne Tankstelle, und ein bisschen zittert man ja schon, aber vorweg, bei 304 km ist meine Reservewarnlampe angegangen, es hätte also noch gut 40 km weiter gehen können. Und dann - Überraschung! - in der Ferne ein kleiner Ort mit der einzigen Gastwirtschaft auf der ganzen Strecke.

Die Kneipe hiess AleInn, ein kleines Wortspiel, und man hat tapfer das extraterrestrische thematisiert. Und die Dollarscheine an der Decke gehören hier wohl zur Standardausstattung. Noch ein paar Impressionen.

Es wurde immer heisser, und weil ich früh aufgebrochen war, war ich auch schon früh im Zielort Tonopah und bin dann mal in ein Motel gegangen, weil ich nicht mehr wusste, wie ich bei der Hitze den Nachmittag überstehen sollte, hab ich in den kommenden Tagen noch ein paar mal gemacht.

Tonopah war eine Minenstadt, und der alte Friedhof, um 1900 angelegt, ist erhalten als Denkmal.

Und wieder auf die immer heissere Strecke runter zum Death Valley von Norden her.

Auf dem Weg liegt Scottys Castle, hat auch mal ein verrückter bauen lassen und kostet heute Eintritt. Bin nicht so neugierig, aber ein Ranger gab mir wichtige Temperaturhinweise.

Noch ein Bild zum Abschied und dann nix wie weiter, um noch bei unter 40 Grad aus dem Death Valley wieder rauszukommen.

Zum nächsten Bild gibts eine kleine Geschichte. In Ballarat wurde die berühmte Startszene aus "Easy Rider" gedreht, wo Peter Fonda und Dennis Hopper mit ihren Motorrädern auf die Reise gehen. Heute eine Ghost Town, 5 km Erdstrasse vom Highway entfernt. Schaff ich leicht, dachte ich mir und fuhr los, obwohl es bereits über 40 Grad hatte. Anfangs gings ja noch, aber dann kam der Sand und beinahe eine Flugeinlage von mir. Habe dann auf halber Strecke betrübt umkehren müssen und mir Moritz' Bike gewünscht.

Und ein bisschen Sand habe ich auch aufgelesen. Da ich ja nie Schuhe putze, wird mich dieses Ereignis noch ne Weile begleiten. Das wars für diesmal. Bis dann.

38.071, -117.229

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Rainer | USA 2012

24 Bierspende von Mathilde H. am Bagdad Cafe, Arizona

by Rainer 22. August 2012 22:59

 

 

Mathilde H., genannt Mathil, hat mir eine schöne Bierspende zukommen lassen und ich musste mir überlegen, wo ich diese besonders einsetzen kann. Einen Bezug zum Bayerischen sollte das ganze schon haben, und was lag da näher, als den Ort aufzusuchen, an dem der Film "Out of Rosenheim" mit Marianne Sägebrecht gedreht wurde. Jetzt ist ja Rosenheim nicht Oberstimm, aber verwandtschaftliche Beziehungen bestehen ja auch dahin.

Das Bagdad Cafe liegt in der Nähe von Newberry Springs an der alten Route 66, und der Ort sieht ja erstmal trostlos wie so viele Orte aus. Aber immerhin schon eine Palme.

Bevor wir den Drehort des Films erreichen, erstmal eine kurze Beschreibung des Films. Quelle Wikipedia.

Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim steigt nach einem handfesten Streit mit ihrem Mann aus dem Auto und steht allein in der Wüste Kaliforniens. In ihrem Lodenkostüm mit Handtasche und Koffer begibt sie sich nach Bagdad – einem kleinen Ort, der aus dem heruntergekommenen Bagdad Café mit angeschlossenem Motel und Tankstelle besteht. Hier trifft sie auf Brenda, die ihren Mann kurz zuvor in die Wüste geschickt hat. Bagdad Café in Newberry Springs, Kalifornien (2001) Nachdem sie sich hier ein Zimmer gemietet hat, muss Jasmin feststellen, dass sie den Koffer ihres Mannes durch die Wüste gezogen hat. Die im Zimmer verstreuten Reise-Utensilien samt Rasierpinsel und bayerischer Lederhose verstärken Brendas Vorbehalte gegenüber Jasmin. Doch nach und nach bricht das Eis. Besonders durch Brendas Kinder wird aus anfänglichem Misstrauen allmählich Freundschaft. Im Koffer ihres Mannes findet Jasmin einen Karton mit Anleitungen für Zaubertricks, die sie wenig später im Bagdad Café vorführt. Nachdem sich ihre kleine Zaubershow unter den Truckern herumgesprochen hat, ist das Café immer voll und damit gerettet.

Heute sind noch Reste des Drehortes vorhanden. Der Ort Bagdad ist da aber gar nicht, der ist ein gutes Stück weiter und hat mit dem Drehort nix zu tun.

So nähert man sich von Osten, und am rechten Bildrand ist schon das Motel zu erkennen.

Und da ist es , heisst heute auch wieder Bagdad Cafe und vermarktet seine Bekanntheit nach besten Kräften. Der alte Airstreamer Wohnwagen im Hintergrund stammt auch noch aus dem Film.

Näher ran jetzt.

Der Eingangsbereich, voll mit Aufklebern und Visitenkarten.

Innen schauts dann so aus, mit den üblichen Route 66 Devotionalien. Man hat mir erzählt, dass vor einer Stunde Tourbusse mit 150 Leuten da waren, nicht zu fassen.

Hinter dem Gebäude der übliche Müll, aber das ist er nicht, der Airstreamer aus dem Film.

Das ist er. Da wollen wir doch mal reinschauen. Jack Palance ist leider nicht mehr da.

Völlig ausgeräumt, man sieht im Hintergrund das Motel.

Aber jetzt das wichtigste, Mathils Bierspende. Ich habe mir ein Bier geben lassen und ein Foto gemacht.

Oops, da ist was schiefgegangen, also nochmal.

Jetzt. Auch wenns kein Barthelmarktbier war, hat es doch gut geschmeckt, weil eiskalt, und bei dem Alkoholgehalt kann man auch getrost weiterfahren. Es hat übrigens 4.5 Dollar, ca 3.5 Euro gekostet, und wie Moritz bei seinem teuren Guiness in Almaty kann man das dank der Bierspende locker verschmerzen, also nochmal herzlichen Dank. Und wieder auf den Highway.

34.831, -116.688

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Rainer | USA 2012

Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
Petershausen, Germany

Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman