Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

Tag cloud


current distance: 8817km

Day 31 - 6110 km - Goodbye Turkey

by Moritz 5. May 2012 22:49

Es wird Zeit auf Wiedersehen zu sagen zu diesem faszinierenden, abwechslungsreichen, schoenen und gastfreundlichen Land. 3 Wochen war ich nun hier, habe die landschaftlichen Unterschiede der einzelnen Provinzen bestaunt, die unendliche Gastfreundlichkeit der Menschen genossen, ueber die internen und externen Konflikte der Tuerken und Kurden erfahren, hunderte Chai's (Tees) getrunken, viele nette Leute kennengelernt und kann noch nicht ganz begreifen, dass ich dieses Land morgen Richtung Iran verlasse.

Ich habe vor ein paar Tagen die magische Zahl 50.000 auf meinem Tacho erreicht und beschlossen, jetzt bei jedem vollen 10.000er ein Foto zu machen, wo ich mich zu diesem Zeitpunkt befinde, damit ihr mal einen Eindruck bekommt wie die Landschaften aussehen, wenn ich nicht gerade fuer ein schoenes Motiv stoppe.

50.000km - Road to Tatvan, Turkey
50.000km - Road to Tatvan, Turkey

 

Die erste Nacht in Dogubeyazit, der Stadt vor der noerdlichen Grenze zum Iran habe ich hier verbracht:

Murad Camping, Dogubeyazit, Turkey

Das war ganz okay (obwohl recht kuehl, da auf knapp 2000m Hoehe), aber gegen 2 Uhr nachts hatte es dann ziemlich stark zu stuermen angefangen. Wollte dann nur kurz nach meinem Motorrad sehen, als ich feststellen musste, dass 50m weiter (da wo man das Wasser im Hintergrund fliessen sieht) 3 schwer bewaffnete Soldaten in kompletter Tarnkleidung und Bemalung beim Wasser abfuellen waren. Ihr Panerfahrzeug war direkt neben meinem Motorrad geparkt, also bin ich mal hin und hatte ein sehr nettes Gespraech mit einem der Soldaten, er hatte mal fuer die Tourismpolice gearbeitet und konnte gutes Englisch. Er meinte, sie kommen hierher, weil das Wasser wohl am reinsten sei, direkt von den Bergen und erzaehlte mir noch ein paar Dinge ueber die Sicherheit meines Motorrades, dass es geklaut werden koennte und so weiter. Leider habe ich kein Foto, aber Fotos von Militaer sind eh strengstens verboten, das haette nur Aerger gegeben.

Da ich morgen recht frueh an der Grenze sein will, muss ich jetzt mal aufhoeren, zum Abschluss einfach noch ein paar Bilder: 

Tatvan to Dogubeyazit, Turkey
Had a nice 1hour nap under my motorbike, also the Road from Tatvan to Dogubeyazit

Tatvan to Dogubeyazit

Approaching the Mount Ararad (~5000m) near Dogubeyazit
View from a mountain near Ishak Pasha Palace, Dogubeyazit
near Ishak Pasha Palace
 Ishak Pasha Palace, Dogubeyazir, Turkey

 

Und fuer ganz zum Schluss, noch ein çok güzel fuer die Tuerkei!

39.413, 44.38

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Moritz | To Asia

Day 24 - 5000km - Crashing on the moon

by Moritz 30. April 2012 18:20

Heute ist mein 5ter Tag in Cappadocia, normalerweise zieht es mich ja immer recht schnell weiter, aber hier konnte ich meinen Drang, weiterzufahren fuer ein paar Tage stoppen. Cappadocia liegt in der Mitte Anatoliens, Tuerkei und ist fuer seine aussergewoehnliche Landschaft bekannt .Fruehere Bewohner haben ihre Haueser hier in die Steine gehauen, nahezu alle sind ueber einfache und schwierigere Pfade zu erreichen. Einige Szenen aus Star Wars wurden hier gedreht.

 (Dank an Martin der mir meine Bilder zu einem schoenen Panorama zusammengebastelt hat)      Capadoccia, Turkey

Letzte Nacht hatte ich mich zu einem deutschen Paar, die mit ihrem Camper Tuerkei bereisen, gestellt. Wieder einmal ein grandioser Platz zum campen

Goereme, Capadoccia, Turkey

 

Ballonfliegen wurde hier zu einer der Haupttouristenattraktionen, gegen 5 Uhr morgens starten hier hunderte Ballons

6am, near Goereme, Capadoccia, Turkey

 

Auf den endlosen Trails durch die verschiedenen Taeler kann man sich schnell mal verlaufen, aber die Umgebung ist einzigartig

Bevor ich aufs Wandern umgestiegen bin, habe ich versucht, ein paar Trails mit meiner Transalp zu fahren, was auch der Hintergrund des Titels fuer diesen Blogeintrag ist. 

Gut, dass ich nicht alleine unterwegs war, Pedro, ein Spanier der mit seinem Bike in die Mongolei faehrt und mit dem ich die letzten Tage einiges unternommen habe, konnte mir helfen die 220 kilo wieder aufzurichten.

Fuer diese Art von Offroad ist mein Bike nicht das einfachste (zu schwer) und ich habe einfach nicht genug Erfahrung im Offroadfahren.

Aber dieser kleine "Umfaller" hat mir zumindest ein paar Erkenntnisse fuer die Zukunft hinterlassen.

Das Bike hats gut ueberstanden, eine meiner seitlichen Ortliebtaschen ist etwas demoliert und ein paar Kratzer hier und da, aber alles noch funktionial.

Zumindest habe ich den Crash auf Video, obgleich er alles andere als spektakulaer ist.

driving on the moon



little crash

 

Inzwischen habe ich Parks als meine Lieblings-Campingspots in Staedten entdeckt, abends wird hier immer ueberall gegrillt und gefeiert, und da die Tuerken alle so superfreundlich sind, kommt es ab und an vor, dass ploetzlich jemand am Zelt "klopft" und einem ein riesengrosses mit Hackfleisch gefuelltes Brot in die Hand drueckt.

Die Nacht im Park in Eghidir war angenehm und ruhig, bis um 6 Uhr morgens eine Ladung Schulkinder abgesetzt wurde. Diese haben mich dann 2 Stunden belagert und ich musste mit jedem einzelnen von Ihnen ein Foto machen.

Eines habe ich dann aber auch von ihnen gemacht:

Aus To Asia

Letzte Woche hatte ich ein paar Biker kennengelernt die mich zu ihrem Maennergrillabend eingeladen haben, wir hatten einen spitzen Platz im Wald irgendwo in der Naehe von Olympos.

Einer von Ihnen ist mit Harpune und Tarnanzug auf Fischfang gegangen, aber leider mit leeren Haenden zurueckgekommen.

near Olympos, Turkey

Dort habe ich auch Laurence kennengelernt, der mit seinem Fahrrad um die Welt faehrt, in Olympos kamen dann noch 2 Schweizer dazu, die Richtung Mongolei fahren.

3 Fahrzeuge, aber 3 sehr unterschiedliche Arten zu reisen.

Camping at Olympos, Turkey

Inzwischen treffe ich immer mehr Fernreisende mit Jeep/Van/Wohnmobil/MOtorrad/Fahrrad, es ist immer wieder interessant die Stories dieser Leute zu hoeren.

(Dieser Beitrag wurde vor 2 Tagen geschrieben, hatte aber bisher kein Internet um ihn zu publizieren, inzwischen bin ich in Kurdistan, Tuerkei)

38.64356, 34.83015

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Moritz | To Asia

Day 16 - 3710km - just a normal day around Fethiye

by Moritz 20. April 2012 18:47
Pa
Parking the bike next to the beach and having a nice chat with a turkish guy who just did South Africa to Kairo on his Honda CTX 200
Paragliders everywhere, I thought about doing a course, but I would totally kill my budget

Driving through some mountains and look what is lying on the street, didn't expect a turtle over here
Approaching Fethiye, Turkey
For a moment I thought about sleeping there tonight
At least it would be quite cool
Nice camping
Sometimes it's a bit difficult to get internet at such places, but with some mac gyver stuff it works great
On the way I crossed Pamukkale, it's nice, but couldn't get a nice picture

36.6210, 29.114

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Moritz | To Asia

Day 14 - 3250 km - Leaving Istanbul

by Moritz 18. April 2012 18:49

Montag Nachmittag, ich sitze wie so oft im Motorradclub (istanbul bisiklet motosiklet ihtisas klübü) und bespreche mit Mehmet meine Route. Sie soll so spritsparend wie moeglich sein, aber dennoch die Highlights mit einschliessen. 1 Liter Benzin kostet hier genau 2 Euro, der hoechste Preis weltweit. 


Voller Euphorie auf das,  was vor mir liegt, entscheide ich mich noch am selben Ta,g die Faehre nach Yelova zu nehmen. Dauer etwa 2 Stunden, der Landweg (Siehe "Travel Map") haette mich sogar mehr Geld gekostet...
Gegen 9 Uhr ist die Faehre angekommen und ich habe mir einen Platz zum uebernachten suchen muessen, und gefunden:

 


Die Location war perfekt, das gruene Licht im Hintergrund ist von einem Angler. Ich versuche schon ewig, mir selbst einen Fisch zu fangen und diesen dann zuzubereiten, da dies aber immer recht erfolglos verlief, habe ich diesmal versucht einfach einen zu kaufen/abzustauben wenn der Angler einen Fang macht.
Hat auch nicht funktioniert, er hat nichts erwischt.

Nach einer sehr angenehmen Nacht bin ich auf meiner hoffentlich laengste Tagesetappe (500km) nach Selçuk gefahren. Diese nette kleine Stadt ist bekannt fuer ihre Naehe zu Efes (Ephesus), einer Ausgrabungsstaette, an der die Ruinen eines der 7 antiken Weltwunder vorzufinden sind, dem Tempel der Artemis

 

Mein Hass auf touristische Hochburgen hat mir den Besuch dieser an sich ganz netten Ausgrabungsstaette vermiest. Zum Glueck hat es kurz nach diesem Foto wild zu regnen angefangen und mein Rueckweg durch die abertausenden von Menschen war geebnet.

Das Foto ist heute Mittag entstanden, die Nacht zuvor hatte ich nach langer Ueberredungskunst (Naturreservoir, keine Versicherung, gefaherlich, bla bla) mit den Leuten eines nahegelegenen Campingplatzes hier verbringen koennen:

Am Abend hatte ich es sogar geschafft einen kleinen frischen Fisch aufzutreiben (von einem Angler),
welchen ich dann zusammen mit den 2000 Riesenmoskitos verputzt habe, also ich den Fisch, die Moskitos mich...

Naja, alles war echt nett, bis ich 4 Uhr morgens aufgewacht bin und einen ca. 5cm hohen Sandhaufen in meinem Zelt vorgefunden habe. Allerdings dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt nur, ich haette wohl nicht ordentlich aufgepasst beim Schuhe ausziehen...
Als ich dann um 5 Uhr wieder aufgewacht bin war es nicht mehr zu uebersehen, draussen fegte ein heftiger Sturm ueber mich hinweg und blies all den Sand in mein Zelt, welches schon leicht zerlegt war, Anker ausgerissen...

In einer wilden 2 stuendigen Packaktion habe ich es geschafft, meine Sachen provisorisch am Motorrad zu befestigen und beim Campingplatz Schutz zu suchen. Von dort aus konnte ich live miterleben, wie ganze Baeume einfach so umknickten, war wohl wirklich ein etwas staerkerer Sturm. Ich habe auch ein Video gemacht, welches zwar nicht sehr interessant ist, aber trotzdem:

 

Um Istanbul noch komplett zu machen, hier ein paar Bilder:

Mit Anbindung ans schwarze sowie auch ans Mittelmeer ziehen die Fischer hier so einiges sonderbare an Land. Wie auch dieser Fisch, den ich immer fuer selten und nur in Tiefen ueber 1km auffindbar gehalten habe:

Istanbul ist, wenn ich das richtig gelesen habe, europaeische Sporthauptstadt 2012, ich weiss nicht, ob das damit zu tun hat, aber am Meer stehen ueberall solche kleinen Sportparks. Manche der Geraete, ich hab sie alle probiert :), sind ganz amuesant und evtl. auch fuer irgendetwas gut, die meisten sind aber einfach nur affig mit keinerlei Effekt.

41.011, 28.968

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Moritz | To Asia

Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
Petershausen, Germany

Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman