Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

Tag cloud


current distance: 8817km

Day 153 - 25000km - The temporary End!

by Moritz 12. September 2012 11:03

Bevor Papierkram/Arbeitssuche/Visaprobleme/Normal Life meine schönen Erinnerungen zunichte macht, noch der fehlende, vorerst letzte Post von meiner Reise.

Munich to Vladivostok, 2012

 

Ich verließ die Mongolei also wieder, Grenzübergang war easy going, 3 Stunden. Als ich mich gegen Nachmittag auf die Suche nach etwas zu essen machte, musste ich feststellen, dass alle Restaurants in dem Ort wo ich war geschlossen hatten. Aber dank ein paar netten Russen konnte ich mich einer Geburtstagsfete anschließen und hatte plötzlich 10 Teller verschiedener Köstlichkeiten vor mir.

russian birthday celebration of a 1 year old, near Ulan-Ude, Russia

Nach einem Pflicht Willkommensvodka und einem von mir signierten 1 Dollar Schein für das Geburtstagskind machte ich mich wieder auf den Weg, die irre Distanz von 4000km bis Vladivostok hinderten mich daran, irgendwo bleiben zu wollen, ohne mind. 500km gefahren zu sein. So bin ich der Einladung auf deren Range zu schlafen leider nicht nachgekommen. Bye Bye

The bike looks much better with a sexy girl on :), near Ulan-Ude, Russia

In Ulan-Ude angekommen habe ich dann mal, ungewöhnlich für mich, etwas Tourist gespielt. Mir musikalische Darbietungen im Zentrum angeschaut und eine Lenin Statue besucht...

Lenin Head, Ulan-Ude, Russia

Bis hier war die Strecke recht schön. Und normalerweise hätte ich jetzt kurz Richtung Westen fahren müssen, denn nur ca. 80km entfernt war der berühmte Lake Baikal, der tiefste See der Welt. 
Aber leider hatte die Reise und speziell die Mongolei die Kette meines Motorrades so beansprucht, dass sie simpel gesagt "hinüber" war. Ich wurde schon in Bishkek gewarnt, dass dies mit meiner Kette passieren würde, also hatte ich dort eine neue gekauft und extra auf die 110 Glieder kürzen lassen die in meinem Maintenancebuch angegeben waren. Leider musste ich dann im Oasis feststellen das die Anzahl der Glieder FALSCH ist. meine Transalp braucht 118 Glieder. Da stand ich nun mit einer zu kurzen Kette. Auch das vordere Ritzel war am Ende, das neue, welches mir von Novosibirsk mitgebracht wurde war auch falsch. Als ich dann keine neuen Teile in Ulanbaataar bekommen konnte, wollte ich das Bike von dort nach Thailand verfliegen lassen. Aber eine günstige Möglichkeit, mit in einen Container von Vladivostok nach Thailand/Malaysia zu kommen, veranlasste mich dann die 4000km mit kaputter Kette zu versuchen. Nachdem ich also jeden Tag nachspannen musste war nach 2000km endgültig Schluss. Ich musste mir etwas neues überlegen. Nach vielen erfolglosen Versuchen (und vielen lustigen Erlebnissen) das Bike per Zug nach Vladivostok zu bekommen traf ich auf Sergei, der mit seinem Sattelschlepper Richtung Vladivostok unterwegs war. 
Sekunden nachdem ich ihn gefragt hatte, ob er mein Bike und Mich mitnehmen kann fingen wir und 3 andere Trucker an das Bike aufzuladen. Done!

New transport

Die folgenden 3 Nächte schlief ich auf dem Beifahrersitz, der Truck hatte leider nur ein Bett.
Sergei und ich konnten uns nur mit ein paar Worten Deutsch aus seiner Jugend verständigen, quasi garnicht.
Dennoch war es ein super Erlebnis, ich hatte mich sehr sicher gefühlt mit Ihm als Fahrer, er trank absolut keinen Alkohol wenn er auf Mission war, auch abends gabs nur Tomatensaft.

Sergei, 42 day car delivery mission in Russia


Seine Strecke ging knappe 10.000km OneWay vom Westen Russlands in den weiten Osten. 21 Tage hin, 21 Tage zurück. Als Motorradfahrer sind Trucker natürliche Feinde, es war interessant, das ganze mal von dieser Perspektive zu sehen. Oft wird im Convoy gefahren, der Truck an der Front gibt Baustellen, fiese Schlaglöcher und Bodenwellen an die folgenden Trucks weiter, die anderen erzählen Witze und streamen auch ab und zu Musik per Radio. So passierte es, dass ich völlig unerwartet ein paar "State of Trance" Sessions mit Armin Van Buuren zu hören bekam. Cool!
An der Tankstelle musste ich mit etwas Neid und viel Grauen auf den Zähler schauen. Neid wegen der 600Liter die in seinen Tank passen, Grauen wegen der 600Euro die dann fällig sind. 32Liter auf 100km ist auch nicht so schön. Dank der großen Reichweite ,die mit diesem Tank möglich war konnten wir jeden Tag mit nur einem Stop für Mittagessen fahren. 500-600km waren somit möglich. Die letzten 2 Stunden aber meist im Dunkeln. Die Landschaften waren seit Ulan-Ude extrem öde und eintönig geworden, dafür waren die Sonnenuntergänge grandios...

Sunset in Siberia, Russia

Eine Nacht standen wir mit dem Sattelschlepper in Kaberovsk, am nächsten Morgen kam im Radio, dass ein Tiger in die Stadt gekommen war. Den hätte ich nur zu gern gesehen.
Nach 3 Nächten, 2000km , ca. 100km vor Vladivostok war es an der Zeit GoodBye zu sagen. Ich wollte mich mit etwas Geld für alles revanchieren aber Sergei nahm es nicht an. Erst als ich ihm erklären konnte, dass er damit ein Geschenk für seine 3 Jahre alte Tochter kaufen soll war es möglich das Geld loszuwerden. 

Goodbye after 2000km on the road, 100km north of Vladivostok, Russia

Die 100km nach Vladivostok hat meine Kette auch tatsächlich noch geschafft. Es war ein Tag bevor die APEC, die größte und wichtigste Konferenz Asiens in Vladivostok stattfand. Alle 50m standen Polizisten, 30.000 wurden extra für diesen Event von anderen Provinzen herbeordert. Weil es nicht genug Unterkünfte gab hat ein Luxusliner am Hafen geankert unde den normalen Fährverkehr unterbrochen. Hotels waren nur noch ab ca. 60Euro/Nacht zu haben. Wie es mein Glück aber so wollte, traf ich auf dem Weg in die Stadt einen AfricaTwin Fahrer, der mich, nachdem er mir einen Motorradwaschgang spendiert hatte, zu seinem Endurolehrer vermittelte. Kostya, Offroadlehrer, Eiskunstlauflehrer, Maler und was er nicht alles konnte, nahm mich freundlich im "Motordom" auf. Der "Motordom" war ein großer Männerspielplatz am Rande Vladivostoks. Hauptsächlich standen hier Offroadbikes, aber auch Jetskies, Schneefahrzeuge, Jeeps, Quads, alles was einen Motor hatte. Ich konnte in seinem Zimmer übernachten und er zeigte mir seine Stadt und seine Mädchen, von denen er durch seinen Job jede Menge hatte. Auch die Offroadbikes durfte ich benutzen, einmal haben wir einen Ausflug durch alte Militäranlagen gemacht, Pfade die ich mit meinem Bike nie gefahren wäre, ein irrer Spaß. Evtl. kann ich dazu noch ein Video hochladen...

Also ich dann mein Bike abgeben musste und der Motordom schwierig zu erreichen wurde, bin ich in ein Hostel nahe des Zentrums gezogen. Vladivostok ist eine interessante Stadt, und die hat sich wegen der APEC von ihrer besten Seite präsentiert. 

Vladivostok, Russia

Das Abstellen des Motorrades im Warenhaus, wo es nun auf einen Container wartet, war es dann, das Ende dieses Abenteuers. Traurig. Zum Glück konnte ich meine Gefühle mit viel Bier und Vodka in einer Bar mit 2 Motorradfahrern, die ich aus Ulanbaataar kannte und hier wieder traf, ertränken.

Mein Flug nach Bangkok hatte einen 8 Stunden Aufenthalt in Hongkong, somit habe ich mir das Städtchen auch mal angeschaut...

very modern Airport link, Hongkong
Hongkong
Cafe, Hongkong
HongKong

War ganz nett. Hätte am Schluss fast noch meinen Flug verpasst, weil ich aufgehalten wurde.

Nice Hongkong girls

Und nun sitze ich hier in meinem brandneuen Appartment in Bangkok, welches ich spitze finde, und muss mich um unspaßige Dinge wie Visa/Geld... kümmern. 

new Appartment, Bangkok

So liebe Leser, das wars vorerst. Ich werde hoffentlich noch einen kleinen Statistikblogeintrag machen und vielleicht nochmal den ganzen Trip zusammenfassen. Mal schauen. Hoffe Ihr seid wieder dabei, wenn die Reise weitergeht! Ab und an werde ich vielleicht auch mal was von meiner Zeit in Südostasien bloggen. 

43.154, 131.925

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Moritz | To Asia

27 Beer Donation by Jan, Ulli, Albert H.

by Rainer 1. September 2012 04:00

Jetzt komme ich ja so langsam zum Ende meiner Reise, und es gilt, Bierspenden entsprechend zu beantworten. Irgendwie ist ja bei mir die Luft raus, und ich war mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich noch eine interessante Geschichte erzählen kann, aber es ist mir was eingefallen. Texas hat ja eine deutsche Gemeinde, und da lag es nahe, einen Ort aufzusuchen, wo man die deutschen Spuren noch findet. Keine Sorge, keine Friedhöfe mit deutschen Namen, aber eine Stadt namens Fredericksburg, die das deutsche vermarktet, und ich finde es schön. Aber eins nach dem andern. Erstmal eine kleine Kollektion von lustigen deutschen Elementen.

Und dann noch diese Speisekarte. Besonders gut gefällt mir das Jägerschnitzel Schnitzel, damit es auch jeder versteht. Noch ein paar Eindrücke aus dem Ort, der ein paar hübsche Häuser hat, und auch etliche Kirchen, die sonst nicht so an der Hauptstrasse stehen. Dann hat mich ein Schild angelacht, und ich dachte, dass das ein geeigneter Ort wäre, die Bierspende wegzusaufen. Ich war ja zu Fuss unterwegs. Ausserdem konnte man hier nicht nur an einer Stelle draussen sitzen, damit haben es die Amis ja nicht so, leider. Näher ran. Alle Bundesländer vertreten, auch Bayern, wie man sieht.

Später habe ich dann den netten Bedienungen erklärt, was mit ihnen passieren würde, wenn sie in Bayern ein "Wait to be seated" Schild aufstellen würden. Und hier also der Bierspendenverbrauchsnachweis, aber es geht noch weiter, weil ich habe nur 2 Spaten Oktoberfestbier hier getrunken, da war ja noch was übrig. Noch ein paar Eindrücke aus dem Biergarten, wirklich sehr gemütlich.

Und zur Abwechslung von diesm Köterland mal eine, wenn auch nur einäugige, Katze oder Kater.

Nach dem Biergarten hielt mich die hübsche Malerei an einer anderen Kneipe auf, und da bin ich dann auch eingekehrt.

Hab einen schönen Platz am grossen Fenster gefunden und zwei Spaten Hell getrunken, lecker, richtig lecker, und ich war auch ganz schön angeheitert, weil ich ja nur die dünne US Brühe gewohnt war.

Dann war es auch schon Nacht geworden.

Und zu guter letzt noch einen Rundumfilmversuch, ich war wirklich blau.

 

Das wars für diese Bierspende, die ich zum erstenmal auch fast versoffen habe, für eine gebackene Kartoffel im Biergarten hats auch noch gereicht. Also nochmal herzlichen Dank an Jan, Ulli und Albert für dieses schöne Erlebnis.

30.279, -98.871

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Rainer | USA 2012

26 Beer Donation by Helmut H.

by Rainer 27. August 2012 03:48

Auch Helmut hat eine Bierspende locker gemacht, dabei braucht er doch das Geld, um seinen neuen Smart am laufen zu halten. Eigentlich könnte man ein besonders schönes Stück Highway filmen, aber das macht ihn vielleicht eher nachdenklich, also eine schlichte Geschichte von der Route 66, die ich ja gewissermassen in Gegenrichtung nochmal durchfahren habe. Der Highway 66 nach Mathils Bierspendenbericht war so schlecht, dass mir mein Kennzeichen abgefallen ist, habe ich aber erst in Laughlin, NV, bemerkt. Suchen zwecklos, also betrachten wir es mal so: Ich hab diesmal kein Andenken an die Route 66, aber dieselbe hat eins an mich. Irgendwo an der Strasse liegt es, ein schönes Gefühl. Ein neues Kennzeichen hab ich auch schon

Aber erstmal wieder auf den Highway, diesmal von Westen kommend über Oatman nach Seligman.

Oatman ist ja bekannt für seine Esel, die hier überall den Verkehr aufhalten. Ob der liegende schon das zeitliche gesegnet hat, weiss ich nicht. Ansonsten der übliche Route 66 Ramsch.

Aber hinter Oatman nochmal ein Pass mit schöner Aussicht.

Und das ist mal eine sehr alte Tankstelle, ältere sind wohl nur auf Bildern zu sehen.

 

 

Die Route 66 hat natürlich auch Geschichten, eine davon handelt von einem Rasierschaumhersteller, der Schilder zur Verkehrserziehung aufgestellt hat, überall an der Strass.

 

If You Don't Know

Whose Signs These Are You Haven't Driven Very Far. Burma Shave

Übersetzt heisst das: Wenn du nicht weisst, wessen Schilder das sind, kannst du noch nicht weit gefahren sein. Diese Weisheiten standen früher überall, jetzt nur noch ein paar als Andenken. Nett fand ich auch: 30 Days- has September.April, June-and speed offender. Scheinbar wure man früher für Geschwindigkeitsübertretungen mit 30 Tagen Haft bestraft.

Seligman empfing mich diesmal mit mehr parkenden Autos und demselben Müll.

Trotzdem habe ich zu Helmuts Ehren ein Video mit der Anfahrt zum Bierspendennachweis gedreht. Und hier das Foto: Wie alles hier ist auch das Photo ein bisschen getürkt, weil die 0.0 Promillegrenze gilt und ich schon bei Mathils Bierspende illegal weitergefahren bin, also das abgebildete Bier ist ein root bier, das ich mir nur ausgeliehen habe. Trinken kann man das nicht, schmeckt wie eine Mischung aus Kaugummi und Lakritze. Aber am Abend habe ich das echte dann nachgeholt, also nochmal vielen Dank an Helmut.

35.331, -112.876

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Rainer | USA 2012

25 Noch eine grosse Runde durch den Südwesten

by Rainer 27. August 2012 00:57

Nach Sturgis und Colorado hatte ich ja noch sehr viel Zeit und deshalb wollte ich nochmal einige besondere Plätze im Südwesten aufsuchen. Arizona empfing mich so:

Ich war wieder zu Hause. Und die aufgelassenen Gebäude, in diesem Fall ein indianisches Visitor Center, begrüßten mich ebenfalls.

An diesen Felsen, die es nicht nur im Monument Valley gibt, kann ich mich nicht sattsehen.

Dann wollte ich weiter zum 4 Corners, der einzigen Stelle in den USA, an der 4 Staaten aneinandergrenzen.

Hier bin ich bereits umgekehrt. 3 Dollar für einen Punkt auf der Landkarte und Shop und Cafe besuchen dürfen, das erregte bei mir wieder Skywalkgefühle, nein, muss ich nicht haben. Für 3 Dollar kriegt man ein Bier.

Dann lieber wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung, an einsamen Tankstellen Kaffee trinken. Und sich kostenlose Attraktionen am Wegesrand anschauen, hier zum Beispiel ein Felsen bei Mexican Hat, man kann sich denken, warum der so heisst.

Was nicht passt, wird passend gemacht, immer schöne Strassen.

Auch diese Stelle ist irgendwo, nirgends als besonders sehenswert verzeichnet.

Zu diesem Bild wieder eine kleine Geschichte. Getroffen am McDonalds in Page. Jerry fährt auch eine Shadow, und begründet es damit, dass sie gut handhabbar ist und dass er mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen kann. Jerry kommt aus Salt Lake City, ist 79 (!) Jahre alt und fährt 3 Wochen durch den Südwesten. Zitat:" Wenn ich noch mal Lust auf eine Reise bekomme, fahre ich nach Alaska". Manche Leute nötigen einem Bewunderung ab.

Dann gings zum Grand Canyon, Nordseite, die ich noch nicht kannte und die bei meiner ersten Vorbeifahrt noch wegen Schnees geschlossen war. Haha. Dann wurde es dunkel und Regen und schliesslich Hagel machte ein Weiterfahren nahezu unmöglich. Oben schien dann wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen.

Ein paar Eindrücke der Nordseite. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Südseite, aber viel weniger besucht, einfach gemütlicher.

Und jetzt noch ein Panorama Später dann diese Landschaften.

Zur Erholung mal wieder ein Blümchen.

Weiter gings nach Nevada auf den Extraterrestrial Highway, bestimmt einer der schönsten.

So was von einsam und alleine.

Diese Strecke war 310 km ohne Tankstelle, und ein bisschen zittert man ja schon, aber vorweg, bei 304 km ist meine Reservewarnlampe angegangen, es hätte also noch gut 40 km weiter gehen können. Und dann - Überraschung! - in der Ferne ein kleiner Ort mit der einzigen Gastwirtschaft auf der ganzen Strecke.

Die Kneipe hiess AleInn, ein kleines Wortspiel, und man hat tapfer das extraterrestrische thematisiert. Und die Dollarscheine an der Decke gehören hier wohl zur Standardausstattung. Noch ein paar Impressionen.

Es wurde immer heisser, und weil ich früh aufgebrochen war, war ich auch schon früh im Zielort Tonopah und bin dann mal in ein Motel gegangen, weil ich nicht mehr wusste, wie ich bei der Hitze den Nachmittag überstehen sollte, hab ich in den kommenden Tagen noch ein paar mal gemacht.

Tonopah war eine Minenstadt, und der alte Friedhof, um 1900 angelegt, ist erhalten als Denkmal.

Und wieder auf die immer heissere Strecke runter zum Death Valley von Norden her.

Auf dem Weg liegt Scottys Castle, hat auch mal ein verrückter bauen lassen und kostet heute Eintritt. Bin nicht so neugierig, aber ein Ranger gab mir wichtige Temperaturhinweise.

Noch ein Bild zum Abschied und dann nix wie weiter, um noch bei unter 40 Grad aus dem Death Valley wieder rauszukommen.

Zum nächsten Bild gibts eine kleine Geschichte. In Ballarat wurde die berühmte Startszene aus "Easy Rider" gedreht, wo Peter Fonda und Dennis Hopper mit ihren Motorrädern auf die Reise gehen. Heute eine Ghost Town, 5 km Erdstrasse vom Highway entfernt. Schaff ich leicht, dachte ich mir und fuhr los, obwohl es bereits über 40 Grad hatte. Anfangs gings ja noch, aber dann kam der Sand und beinahe eine Flugeinlage von mir. Habe dann auf halber Strecke betrübt umkehren müssen und mir Moritz' Bike gewünscht.

Und ein bisschen Sand habe ich auch aufgelesen. Da ich ja nie Schuhe putze, wird mich dieses Ereignis noch ne Weile begleiten. Das wars für diesmal. Bis dann.

38.071, -117.229

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Rainer | USA 2012

Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
Petershausen, Germany

Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman