Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

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24 Bierspende von Mathilde H. am Bagdad Cafe, Arizona

by Rainer 22. August 2012 22:59

 

 

Mathilde H., genannt Mathil, hat mir eine schöne Bierspende zukommen lassen und ich musste mir überlegen, wo ich diese besonders einsetzen kann. Einen Bezug zum Bayerischen sollte das ganze schon haben, und was lag da näher, als den Ort aufzusuchen, an dem der Film "Out of Rosenheim" mit Marianne Sägebrecht gedreht wurde. Jetzt ist ja Rosenheim nicht Oberstimm, aber verwandtschaftliche Beziehungen bestehen ja auch dahin.

Das Bagdad Cafe liegt in der Nähe von Newberry Springs an der alten Route 66, und der Ort sieht ja erstmal trostlos wie so viele Orte aus. Aber immerhin schon eine Palme.

Bevor wir den Drehort des Films erreichen, erstmal eine kurze Beschreibung des Films. Quelle Wikipedia.

Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim steigt nach einem handfesten Streit mit ihrem Mann aus dem Auto und steht allein in der Wüste Kaliforniens. In ihrem Lodenkostüm mit Handtasche und Koffer begibt sie sich nach Bagdad – einem kleinen Ort, der aus dem heruntergekommenen Bagdad Café mit angeschlossenem Motel und Tankstelle besteht. Hier trifft sie auf Brenda, die ihren Mann kurz zuvor in die Wüste geschickt hat. Bagdad Café in Newberry Springs, Kalifornien (2001) Nachdem sie sich hier ein Zimmer gemietet hat, muss Jasmin feststellen, dass sie den Koffer ihres Mannes durch die Wüste gezogen hat. Die im Zimmer verstreuten Reise-Utensilien samt Rasierpinsel und bayerischer Lederhose verstärken Brendas Vorbehalte gegenüber Jasmin. Doch nach und nach bricht das Eis. Besonders durch Brendas Kinder wird aus anfänglichem Misstrauen allmählich Freundschaft. Im Koffer ihres Mannes findet Jasmin einen Karton mit Anleitungen für Zaubertricks, die sie wenig später im Bagdad Café vorführt. Nachdem sich ihre kleine Zaubershow unter den Truckern herumgesprochen hat, ist das Café immer voll und damit gerettet.

Heute sind noch Reste des Drehortes vorhanden. Der Ort Bagdad ist da aber gar nicht, der ist ein gutes Stück weiter und hat mit dem Drehort nix zu tun.

So nähert man sich von Osten, und am rechten Bildrand ist schon das Motel zu erkennen.

Und da ist es , heisst heute auch wieder Bagdad Cafe und vermarktet seine Bekanntheit nach besten Kräften. Der alte Airstreamer Wohnwagen im Hintergrund stammt auch noch aus dem Film.

Näher ran jetzt.

Der Eingangsbereich, voll mit Aufklebern und Visitenkarten.

Innen schauts dann so aus, mit den üblichen Route 66 Devotionalien. Man hat mir erzählt, dass vor einer Stunde Tourbusse mit 150 Leuten da waren, nicht zu fassen.

Hinter dem Gebäude der übliche Müll, aber das ist er nicht, der Airstreamer aus dem Film.

Das ist er. Da wollen wir doch mal reinschauen. Jack Palance ist leider nicht mehr da.

Völlig ausgeräumt, man sieht im Hintergrund das Motel.

Aber jetzt das wichtigste, Mathils Bierspende. Ich habe mir ein Bier geben lassen und ein Foto gemacht.

Oops, da ist was schiefgegangen, also nochmal.

Jetzt. Auch wenns kein Barthelmarktbier war, hat es doch gut geschmeckt, weil eiskalt, und bei dem Alkoholgehalt kann man auch getrost weiterfahren. Es hat übrigens 4.5 Dollar, ca 3.5 Euro gekostet, und wie Moritz bei seinem teuren Guiness in Almaty kann man das dank der Bierspende locker verschmerzen, also nochmal herzlichen Dank. Und wieder auf den Highway.

34.831, -116.688

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Rainer | USA 2012

23 Durch Colorado

by Rainer 17. August 2012 19:36

Sturgis is over, und der Highway ruft. Zunächst einfach Richtung Süden nach Nebraska, und überall sind noch versprengte Gruppen von Bikern anzutreffen. Zu Sturgis wäre noch zu sagen, dass alles nicht so wild war, weil sich die Menge doch in einem grossen Umkreis ausbreitet, man kann auch immer noch ein Campingplätzchen finden. Aber nun weiter. Hier in einer Geisterstadt, sehr beliebt bei Bikern. Und an der folgenden Tankstelle hatte ich noch Glück, bevor ganze Horden einfielen, und das wars dann aber auch mit den Nachwehen von Sturgis.

Nebraska ist nicht aufregend, lange Meilen mit gar keiner Landschaft. Aber dann gings nach Colorado, und da ist es richtig hoch. Hier sind tatsächlich einmal 4 Hondafahrer zusammengetroffen, eine Seltenheit in Harleyland. Noch ein paar Eindrücke den hohen Pass hinauf.

Und wers nicht glaubt, hier ein Blick auf das Navi, die höchste Stelle war dann über 3.700 m.

Im Grunde bin ich den ganzen Tag in Höhen zwischen 3000 und 3700 m gefahren. Dann auf die Autobahn, auch über 3.000 m hoch. In der Gegenrichtung nach Denver hatte sich an diesem Sonntagabend ein Megastau von 30 km gebildet.

Ein See auf der weiteren Strecke, alles ganz hübsch, nach amerikanischen Maßstäben schon recht dichter Tourismus.

Dann angekommen in einem kleinen Ort namens Leadville, wo ich ein Camp in 3088 m bezog. Ein paar Eindrücke aus diesem Ort sollen nicht fehlen.

Sehr selten in Amerika, ein Kirchturm fast in Ortsmitte. Und auf einem Foto sieht man auch ganz schön, wie sich das Wellblechdach hinter der schönen Fassade versteckt. Der Spaziergang hatte mich durstig gemacht, und ein Bier schien die Lösung. Was lag da näher, als der Anpreisung zu folgen.

Das kleine Heineken kostete 4 Dollar, und ich fühlte mich schon wie in Kazachstan. Also habe ich es bei dem einen Bier belassen, solche Ausgaben sind nicht vorgesehen, wenn ich doch bei der Tankstelle ein 2/3 ltr Kaltgetränk (Bud Light, die nennen das hier auch Bier) für 1.29 Dollar bekommen kann.

Am nächsten Tag nach kühler Nacht dann weiter, und wieder ein aufgelassenes Motel mit stehengelassenen Strassenkreuzern.

Ouray ist ein hübshes kleines Städtchen mit einem Biergarten (?)

Von oben sieht die Stadt dann so aus.

Weiterhin dramatische Landschaften, eher hochalpin. Und schliesslich bin ich zwischen Durango und Cortez auf ein Camp gefahren. Von hier ist es nicht mehr weit bis Arizona. Im Augenblick bin ich wieder mitten im Südwesten, und nach Colorado ist mir zum ersten Mal der Gedanke gekommen, doch etwas früher heimzukehren, mir gehen die Ziele aus. Aber erstmal mache ich noch eine grosse Runde durch den Südwesten, der natürlich das absolute Highlight bleibt, und wenn ich dann in Taos, New Mexiko, bin, werde ich mal meine Heimreise in Angriff nehmen. Bis zum nächsten Mal, es grüsst der Indianer.

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Rainer | USA 2012

Day 128 - 19000km - 4 Month on the road

by Moritz 11. August 2012 03:49

Puh, scheinbar habe ich das bloggen etwas vernachlässigt die letzten Wochen. Ich bin 300 km nordwestlich von der Grenze zur Mongolei, habe also inzwischen Kyrgyzstan genossen, Kazachstan durchfahren und Russland fast schon verlassen. Achtung, dies wird vermutlich ein langer Blogeintrag, der gegen Ende hin immer konfuser wird,

...zwischendrin ein kurzer Dank an Familie Schulz für das Brotzeitbrett, welches ich jetzt wieder öfter verwende...

 

Zurück nach Kyrgyzstan Nachdem ich das Unwetter (letztes Foto) unbeschadet überstanden habe (und eine Vodkasession mit 3 Kyrgyzen), bin ich zum zweithöchsten Alpinsee der Welt gefahren, dem Lake Issy-Kyl. Dieser ist ein beliebter Urlaubsort für Russen/Kazachen und auch Kyrgyzen. Ich habe in meinem Leben noch nie solch einen Kulturschock gehabt wie diesmal. Normalerweise wäre es nur eine Art Ballerman gewesen, für mich, nach über 2 Monaten in ersthaft islamischen Ländern (Iran und Pakistan) war es ein ganz komisches Erlebnis, Supermärkte, in denen 4 von 7 Kühlschränken mit verschiedenen Biersorten und Vodka gefüllt waren. Käse, Wurst, Brot. Elektrizität. Nackte Haut, wo man nur hinsieht, die Russen sind ja generell sehr freizügig was das angeht (Ein paar meiner Freunde hoffen jetzt auf ein Foto, ich habe aber leider keines). Ein überfüllter Strand, ein See mit Jetski's, Paraskiern?, Bananen. Knutschende Pärchen, Bar an Bar, Musik... ...all das, was man eigentlich kennt, mir war es so fremd wie selten etwas.

Bevor ich es vergesse, ich hatte ja gesagt ich mache bei allen vollen 10tausend Kilometern ein Foto, damit ihr einen Eindruck bekommen könnt, wie es so aussieht, wenn ich mal nicht die Kamera raushole um etwas "Schönes" zu knipsen.

Hier also die 60.000 km Bilder, kurz nach dem Willkommensgewitter, es hatte gerade nach ca. 100km Schotter perfekter Asphalt angefangen, ich war in Höchststimmung:

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia

 

Ich habe irre wenig Bilder von Kyrgyzstan gemacht, was schade ist, da alles eigentlich recht schön war. Kyrgyzstan's Landschaft besteht nahezu ausschließlich aus Bergen, nicht so hoch wie die im Norden Pakistans, aber trotzdem Launemacher. 2 Bilder entlang des Weges:

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia

 

Weiter gings nach Bishkek, wer sich schonmal gewundert hat, wo all unsere alten Mercedes und Audi's landen, möchte mal Kyrgyzstan besuchen. Wirklich jedes Auto hat noch irgendeine Inschrift von Deutschland, sei es das Autohaus welches sich auf dem Nummernschildhalter verewigt hat, oder die Reklame auf dem LKW. Bishkek hieß für mich Motorradwartung, die über 1000km KKH haben das Bike ordentlich beansprucht.

- Der Spritverbrauch ist von ~6l auf ~8l gestiegen
  -> Problem konnte ich noch nicht lösen, Luftfilter neu, Vergaserreinigen, vergasercheck haben keinen Erfolg gebracht.

- Der Gaszug musste neu eingestellt werden
 -> Erledigt

- Ölwechsel mit neuen Ölfilter
 -> Erledigt

- Mir schien als wäre der Vergaser von dem ganzen schlechten Benzin verschmutzt
 -> Vergaser reinigen lassen, Ameise gefunden, aber sonst sah er gut aus.

- Der Tacho war kaputt
 -> konnte ich selber (temporär) fixen

- Ich brauchte einen neuen Vorderreifen, für später...
 -> Chinesischen 40Euro Gummi gekauft

- Der Motor lief unsauber
 -> Satz des Mechanikers: "Because our fuel is donkeypiss"

Dank an meine Mechaniker, die mich bei allem zuschauen/mithelfen haben lassen, ein professionelles Team:

Aus To Asia
Aus To Asia

In Bishkek hatte ich 2 SÜdamerikaner mit Ihren 2 BMW's getroffen. Eine hatte einen Motorschaden. Sie waren gerade dabei, einen neuen Motor aus Deutschland zu bestellen. Dagegen waren meine Probleme wirklich Pipifax.

An einem Tag bin ich raus aus Bishkek in ein nahegelegenes Erholungsgebiet. Dort habe ich Heike und Oskar getroffen, die mich dann, (wie ich es von Deutschen fast schon gewohnt bin), gut bekocht haben. Sie waren mit ihrem Sprinter gerade aus der Mongolei zurück und konnten mir gute Tips geben. 

Aus To Asia
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Dann sollte es das auch schon gewesen sein für Kyrgyzstan, weiter ging es nach Kazachstan. An der Grenze habe ich eine Transalp angetroffen, die auch auf dem Weg in die Mongolei war, es aber niemals bis Ulanbaator schaffen wird. So glaube ich zumindest, die Maschine war ca. 20 Jahre alt, wurde von 2 nicht gerade dünnen Italienern gefahren (Ehepaar) und war GUT beladen:

Aus To Asia

Aber ich sollte mal vorsichtig sein was ich sage, Mongolei wird für mich auch kein Zuckerschlecken, vor allem weil ich jetzt vermutlich doch alleine fahre (eine andere lange Geschichte, die hoffentlich noch am Ende dieses Posts Platz findet)

Kazachstan ist ein Land, welches durch seinen Reichtum an Ressourcen einen Standard erlangt hat, der Deutschland in nichts nachsteht. Man denke an meinen letzten Bierpost, wo ich ein 0.5l Guiness für 9 Euro gekauft habe. Somit sind auch die Hotels/Hostels sehr, sehr teuer. Für Almaty habe ich also mal wieder Couchsurfing in Anspruch genommen. Und siehe da, wieder ein gutes, nein vielmehr grandioses Erlebnis. Mein Host war Gaziza, eine 31jährige Kazachin mit Kind, die ihr Geld als Freelancer in der Finanzbranche verdient hat. Sie war zu der Zeit, wo ich in Almaty sein wollte, etwas krank, also wollte Sie mich nicht bei sich zu Hause haben. ABER hat mir eine wunderschöne Dacha (Sommerhaus) in den nahegelegenen Bergen vermittelt. Vermittelt heißt in diesem Fall, wir haben uns an einem einfach zu findenden Hotel getroffen, sind zu dem Haus gefahren/gelaufen, ich habe eine Einweisung und Schlüssel bekommen. WOW. Ein kleines Sommerhaus, "Küche", "Wohnzimmer" und ein Riesen Garten. Einzige Auflage war, dass ich für Pflanzen und Wassermann Sorge trage. Es gab kein fließend Wasser, alle 2 Wochen ist der "Wassermann" gekommen und hat über spezielle uralte Leitungen Wasser ins System gepumpt, welches dann bei mir an einem Schlauch rauskam und in verschiedene Behältnisse gefüllt werden wollte.
Genug der Worte, hier ein Foto und Video:

Aus To Asia
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what's next, achja, 1000km kazachischer Langweile. Die Straßen in Kazachstan sind "beschissen", die Landschaft öde.

Aus To Asia
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Zum Glück habe ich ~200km vor der Grenze zu Russland Chris getroffen, ein Motorradfahrer, der schon so ziemlich jedes Land auf diesem Planeten bereist hat. Er ist halb Brite, halb Deutscher. Ein extremerer Fahrer als ich, aber wir hatten ein paar gute Tage zusammen in Barnaul, ich hoffe ich kann ein paar Fotos von ihm klauen, um euch zu zeigen, wovon ich rede. Barnaul war teuer aber super. Hier mal ein Foto von meinem Motorrad, wie es an einem Waschtag aussieht:

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und der besten Motorradkneipe Sibiriens:

Aus To Asia
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Zwischendrin ein Foto des Bierlevels, um meinen Schreibstil zu erklären. Inzwischen ist es so dunkel geworden, dass ich nur noch meinen Laptop sehe.

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Ist euch schon langweilig?

Folgende Geschichte fällt wieder eher in die Kategorie "Abenteuer". An meinem letzten Tag in Barnaul ist Yan angekommen, welcher mein Reisegefärte für Mongolia sein sollte. Wir hatten uns zuvor über einschlägige Motorradreiseseiten (Horizons Unlimited) verbunden. Yan hat mir noch ein paar Ersatzteile von einem großen Hondashop in Novosibirsk mitgebracht und musste selbst in Barnaul auch noch ein paar Dinge an seinem Bike machen (750ccm Africa Twin).

Nach ein paar Stunden in einer Garage ging es endlich los. Die erste Nacht campten wir an einem Fluss, sehr nett.

Aus To Asia

Am folgenden Tag wollten wir Altai, die Region in Russland, die als besonders schön gilt, etwas mehr erfahren und haben uns entschlossen, einen kleinen Umweg zu fahren. Dieser Umweg war erstmal 100km Schotter, was Yan's Kolaflasche explodieren ließ. Dies gab eine schöne Sauerei auf seinem Gepäck. Er hielt an, um das ganze etwas zu bereinigen. Da es an dieser Stelle verflucht heiss war, sagte ich ihm, ich würde beim nächsten schattigen Spot auf in warten. Eine Tafel Schokolade verging, dann dachte ich mir "so lang kann das ja auch nicht dauern". Ich war gerade dabei, zu Yan zurückzufahren, als ich ihn schon auf mich zukommen sah. Das bedeutete auf jeden Fall, dass er ein Problem hat, was er nicht alleine lösen kann. So war es dann auch, er hatte bei seinen ganzen Umpackaktionen vergessen die Zündung auszumachen, so wurde seine Batterie schön leergesaugt. Als er das festgestellt hatte, versuchte er die ca. 220kg Maschine anzuschieben, was damit geendet hat, dass er in den Straßengraben abgerutscht ist und das Bike zur Seite fiel. Also erstmal den Koloss wieder senkrecht gestellt und dann gingen die Aktionen los. 
.....jetzt wollte ich gerade anfangen alle Aktionen zu beschreiben, aber es hat uns von 2Uhr nachmittags bis 11Uhr Nachts gebraucht bis wir KEINE Lösung gefunden haben. Also zu viel um euch das im Detail zu beschreiben, es hatte viel damit zu tun, seine Batterie mit anderen zu starten (was zwischenzeitlich seine 30Ohm Hauptsicherung explodieren ließ), ich war im nächsten Ort um eine neue Batterie zu bekommen (40km von Yan entfernt), bekam viel Hilfe vom 4Sterne Commandant der Polizei, welcher höchstpersönlich eine neue (aber für Scooter ausglegte) Batterie mit Electrolyten gefüllt hat

Aus To Asia

... aber Yan hatte noch andere Probleme mit seinem Bike, der linke Gepäckträger war durch den Umfaller gebrochen, die neue Benzinpumpe, die er in Barnaul hatte einbauen lassen, hat zu viel Benzin in seinen Vergaser gepumpt... ...so haben wir es selbst mit fremdgestarteter Batterie nicht weit geschafft. 

Nach einem abenteuerlichen 40km Ritt (wir beide auf meiner Transalp) durch die Dunkelheit und einer zurückgelassenen Africa Twin haben wir es zu einem Hotel geschafft. Dort konnten wir die Lage mit einem Bier nochmal neu überdenken. Wir waren 300km entfernt von einem Ort mit einer Einwohnerzahl über 10.000 (geschätzt). Schlussendlich sind wir heute mit einem Taxi zu seinem Motorrad gefahren, haben meine Batterie eingebaut und er hat es bis nach Ust-Kahn geschafft, wo das MRad einen sicheren Platz vor dem Polizeirevier genießt. Yan ist jetzt per Bus auf der Suche nach einer neuen passenden Batterie. Potenziell wird das einige Zeit dauern, also haben sich unsere Wege wieder getrennt und ich bin nun alleine Richtung Mongolei unterwegs.

Hier mal ein paar Bilder von der faszinierenden Altai Region in Russland:

Aus To Asia
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Ich schreibe diesen Post gerade offline und hoffe, ihn noch bevor ich die Mongolei durchquert habe, posten zu können.

Aber Internet zu finden wir immer schwieriger...

Wie das Bier, ist nun auch dieser Post fertig, ich hoffe er war noch "lesbar" und auch für Nicht-Motorradfahrer halbwegs interessant!

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NACHTRAG:

Entering Mongolia...

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Moritz | To Asia

22 Sturgis

by Rainer 6. August 2012 18:20

Nach einer Woche Sturgis bin ich jetzt ein wenig erschöpft und plane meine Abreise in 2 Tagen. Es ist nach kurzem Kälteeinbruch wieder sehr heiss geworden, aber mein Zelt steht im Schatten und mit einem leichten Wind gelingt sogar die mittägliche Siesta. Nichtsdestoweniger wächst die Lust auf einsame Strassen, ich muss also wieder auf die Piste. Alles hier ist laut, schrill, manchmal teuer, aber natürlich ein Erlebnis. Machen wir doch einfach mal einen kleinen Rundgang.

Da bin ich bestens untergekommen.

Und hier die typischen Motorhomes, viele haben Anhänger mit Motorrädern dran. Und so gehts dann schonmal los, auf dem Platz.

Diese Kreuzung am Interstate ist für mich deshalb wichtig, da über sie die Flucht aus Sturgis gelingen muss. Hier ist noch nicht viel los, aber der MacDonalds links ist immer meine erste Anlaufstation für Frühstück und internet. Dann weiter in die Stadt hinein, auf die Lazelle Street, eine der beiden Hauptachsen der Veranstaltung. Zur Einstimmung schon mal ein paar Bikerfotos.

Zu dem letzten Bild wäre noch zu sagen, dass Trikes, also dreirädrige "Motorräder", einen beträchtlichen Anteil am Markt hier haben, also jeder, der die dicke Harley nicht mehr schafft, holt sich gewissermassen ein Stützrad.

Ortseingang Sturgis, doch über 6.000 Einwohner.

Überraschung! Einer fährt dasselbe Bike wie ich. Insgesamt ist hier mindestens 95% Harley. Hier beginnt nun die parallel verlaufende Main Street, und man könnte meinen, dass gewisse Fahrergruppen ein einheitliches Farbschema haben.

Am Rande finden sich immer kleine Ecken, wo irgendwelche Bastler aktiv sind.

Um ein gutes Foto von der Main Street zu bekommen, kann man für 5 Dollar auf den Turm steigen und 5 Minuten lang knipsen. Ich habe mir das Geld gespart und hab ganz normal entlang der Strasse fotografiert.

Das ist sie also, die berühmte Main Street, man sieht es zwar nicht, aber sie ist gut1,5km lang, alles voller geparkter Motorräder.

Der Herr auf dem Foto schaut so freundlich, weil er gerade von jemandem, der neben mir steht, fotografiert wird.

Und aus der Bar kann man sich dann alles anschauen. Noch ein paar Impressionen von der Main Street.

Wie man sieht, kann man auf dem Motorrad auch essen, und viele rauchen, man kann das alles schön sehen, weil keiner einen Helm trägt. Dieser Fahrer muss wohl eine Schwäche für Jägermeister haben, ein wirklich dickes bike. Das hier ist ein 8 Zylinder, mit diesen dicken Dingern fahren hier auch einige rum. Tattoos. Ich hätte nicht gedacht, wieviele Leute sich freiwillig entstellen lassen, eigentlich jeder. Seltsam. Attraktive Damen sieht man hier bei Autowaschanlagen, bei Clubs und ... bei Rechtsanwälten, die hier zahlreich vertreten sind, sehr amerikanisch.

Die meisten Biker hier haben Bärte (Männer), sind dick (Frauen und Männer) und haben Tattoos (dto).

Hier wollte man mich die Treppe rauflocken, alles eher harmlos hier.

Auf dem Weg zur Schicht, aber wo?

Anhänger gibts hier in jeder Form und Machart. Und jetzt noch eine collage von verrückten Modellen, die bei Harley für einen Wettbewerb ausgestellt waren.

Zu letzterem Gefährt passt auch noch das folgende.

Und natürlich fuhr auch der eine oder andere Hund mit. Und dann noch das. Am Strassenrand halten Bikinischönheiten Schilder hoch, auf denen für Ölwechsel und Bikewäsche geworben wird. Manchmal wird auch für irgendwelche Homepages geworben.

So, und das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem Post aufzuhören, man könnte natürlich ewig weitermachen, aber das wird dann langweilig. Jedenfalls war es ein grosser Spass, trotzdem mach ich mich bald wieder auf den Weg.

Kleines Suchspiel ganz zum Schluss.Bis dann.

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Rainer | USA 2012

Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
Petershausen, Germany

Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman